Arbeitsbereich Arbeitsmärkte und Arbeitsmarktpolitik

Analysepotenzial von Daten der amtlichen Wirtschaftsstatistik für die Mindestlohnforschung

Ziel des Forschungsprojektes ist es vor dem Hintergrund des zum 1. Januar 2015 in Deutschland eingeführten und seitdem mehrfach erhöhten allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns zu untersuchen und zu bewerten, inwiefern sich die amtlichen Firmendaten für wissenschaftliche Fragestellungen in der Mindestlohnforschung eignen.
Schwerpunkt der Studie bilden die Datensätze, die im Projekt Amtliche Firmendaten in Deutschland (AFiD) durch das Forschungsdatenzentrum (FDZ) der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zusammengeführt wurden. Weiterhin wird das Analysepotenzial der im Projekt KombiFiD zusammengeführten amtlichen Statistiken des FDZ der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung und der Deutschen Bundesbank untersucht. Neben diesen Datensätzen soll auch das Analysepotential einer Verknüpfung der AFiD-Daten mit der Verdienststrukturerhebung (VSE) im Hinblick auf die Mindestlohnforschung untersucht werden. Im Rahmen des AFiD-Projektes wurde eine Verknüpfung der VSE als sogenanntes AFiD-Modul an das AFiD-Panel erfolgreich durchgeführt. Gegebenenfalls werden auch weitere Datensätze in die Bewertung einbezogen, sofern erste Analysen auf einen Mehrwert eines erweiterten Umfangs hindeuten und die entsprechenden Datensätze nicht bereits im Zusammenhang mit den Daten aus dem KombiFiD-Projekt in die Bewertung eingeschlossen sind.
Darüber hinaus soll die Verwendung möglicher methodischer Ansätze zur Ermittlung kausaler Mindestlohneffekte mit den genannten Datensätzen diskutiert werden. Dabei sollen auch bekannte Schwierigkeiten, die sich bei der Ausarbeitung geeigneter Identifikationsstrategien für die kontrafaktische Wirkungsanalyse eines nicht branchenspezifischen Mindestlohns ergeben, berücksichtigt werden.
Weiterhin wird im Projekt untersucht, welche Möglichkeiten zur Evaluation der Auswirkungen des Mindestlohns auf Verbraucherpreise existieren. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen der Mindestlohnkommission im Rahmen ihres Evaluationsauftrags bei der Erstellung des dritten Berichts zu den Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns dienen.

Mitarbeiter: Juliane Stolle, Georg Kalvelage, Hans Verbeek

Auftraggeber: Geschäfts- und Informationsstelle für den Mindestlohn / Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Laufzeit: Dezember 2018 bis Januar 2020

Status: laufend

Kooperationspartner: Dr. Anja Gaentzsch

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