In Willkommensbesuchen werden Familien mit neugeborenen Kindern von VertreterInnen der Kommune (z.B. Ehrenamtliche, Familienhebammen oder SozialpädagogInnen) zu Hause besucht und über die familienfördernden Angebote der Kommune informiert. Bei sich abzeichnenden Unterstützungsbedarfen können die Willkommensbesuche als „Türöffner“ zu spezifischeren Angeboten eine wichtige Lotsenfunktion im System der Frühen Hilfen ausüben.
Die konkrete Konzeption, Organisation und auch die praktische Umsetzung von Willkommensbesuchen unterscheiden sich von Kommune zu Kommune. Bislang fehlt es an einer systematischen Untersuchung der Angebotsstrukturen und der erzielten Wirkungen. Im Auftrag des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) führt das ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH eine bundesweite Evaluation der Willkommensbesuche durch. Im Ergebnis sollen Bedingungen herausgearbeitet werden, die eine nachhaltige Wirksamkeit der Willkommensbesuche ermöglichen und ihre Lotsenfunktion im System der Frühen Hilfen stärken.
Das Forschungsprojekt wurde gefördert aus Mitteln der Bundesstiftung Frühe Hilfen des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
Veröffentlichungen:
Der Bericht zur bundesweiten Recherche zu Praxismodellen der Willkommensbesuche ist als Band 16 der Reihe „Materialien zu Frühen Hilfen“ des NZFH erschienen und steht unter folgendem Link ausschließlich als PDF-Datei zur Verfügung: Link
Die Evaluationsergebnisse wurden im Rahmen von Fallstudienberichten auf Ebene der einzelnen Kommunen dargestellt. Der Vergleich der unterschiedlichen Ansätze mit Fokus auf deren konzeptionelle Unterschiede erfolgt im abschließenden Synthesebericht. Dieser beschreibt auch die Vor- und Nachteile der Strategien sowie die Gelingensfaktoren von Willkommensangeboten als Angebot im Kontext der Frühen Hilfen herauszuarbeiten und steht hier als PDF-Datei zur Verfügung: Link